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hanskennel

Klassische Trompetenausbildung an den Konservatorien Fribourg und Zürich und frühe, erste Begegnungen und Erfahrungen im Jazz in den 60er Jahren mit Kenny Clarke, Mal Waldron, Oscar Pettiford, Abdullah Ibrahim, George Gruntz, Irène Schweizer u.a. Mitglied oder Co-Leader von Gruppen wie Magaog, Jazz Community, sowie zahlreiche Erfahrungen mit anderen, experimentellen Musikarten. In den 80er Jahren gründete Kennel das kammermusikalische Quarttet Habarigani (siehe Discografie), tourte mit Carla Bley in der Schweiz, und nahm die LP Audience mit Lesley Stephenson auf. Während 92/93 wurde Hans Kennel auch von Steve Lacey für zwei beachtete CDs (siehe Discografie) engagiert und nahm sein eigenes Quintett Stella mit Mark Soskin auf, mit dem er tourte. 2003 machte Kennel eine “Third Stream” Erfahrung: Unter Gunther Schuller spielte er mit dem Collegium Novum Werke von Darius Milhaud und Charles Mingus.

Biographie
bio
Daneben entstanden über Jahre zahlreiche Aufträge für Radiohörspiele, Theater, wie z.B. für Hans Kresnik (MARS) und das Basler Theater und das Schauspielhaus Hamburg.
Beachtenswert sind auch seine musikalischen Beiträge zu Filmen, wie jenen grossartigen Dokumentarfilmen von Erich Langjahr: "Hirtenreise ins Jahr 2000", und " Das Erbe der Bergler" (s. Links). Gleichzeitig begann Kennel vor über 25 Jahren, sich für seine persönlichen und familiären Wurzeln in der Musik der Innerschweiz zu interessieren (er stammt aus einer bekannten Volksmusikantenfamilie). Durch seine langjährige Erfahrung mit anderen Musikarten, konnte er dieser Tradition mit einem anderen Ansatz begegnen. Seine gut dokumentierten Arbeiten sollten zu einer eigentlichen Erneuerungsbewegung unter jüngeren Musikern führen.
Alles begann mit Alpine Jazz Herd (zusammen mit Jürg Solothurnmann), einem Sextett, das die Tradition noch stark mit den Mitteln des Jazz anging. Die Nachfolge, näher bei der Volksmusik, war Alpine Experience mit den zwei erfolgreichen CDs " Rosa Loui" und "A Call from the Alps" ( beide siehe Discografie).

“Rosa Loui” hat vornehmlich intrumentalen Charakter, mit Ausnahme des Naturjüzli "Am Hans Sine" und zwei auf Gedichten des Berner Dichters Kurt Marti beruhenden Liedern. Auf “A Call from the Alps” sind die Heuis (Geschwister Schönbächler) mit ihren urwüchsigen Innerschweizer Stimmen zu hören. Besonders ihre Naturjüzli waren Kennel aus seiner Kindheit sehr vertraut. Am wichtigsten und beständigsten in Kennels jahrelangen Aktivitäten war MYTHA, das seit 1990 wegführende Alphornquartett, mit dem er völlig neue und originelle Spielweisen einführte, die seither einen eigentlichen Boom für viele jüngere Alphornspieler ausgelöst haben (siehe Alphornpolyphonie). Die zwei ersten, vorübergehend vergriffenen CDs sind seit 2007 wieder als Compilation auf hatART erschienen (siehe Discografie). und www.gäzig.ch

Weitere Aktivitäten sind: Alphornstunden, Workshops, Vorträge über untemperierte alpine Musik usw.
Ab 2013 war Kennel Mitglied des Alpinen Kammer Ensembles “GÄZIG" mit Christine Lauterburg und Regina Steiner (siehe Discografie) und www.gäzig.ch

 

gaezig

1998 ist Hans Kennel für seine "engagierte und pionierhafte Auseinandersetzung mit Elementen alpiner Musik in dem Grenzbereich von Volksmusik, Jazz und Klassik" mit dem Innerschweizer Kulturpreis geehrt worden.
Im Jahr 2014 wurde Hans Kennel für den ersten Schweizer Musikpreis (Schweizer Grand Prix Musik) des Bundesamts für Kultur (BAK) nomininiert.